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Niedergerichts:Sachett, 
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8 {ft Valvis Curix ein Proclama ande 
jchlagen wurden , Kraft welches alle 
and jede, die fıch als Erben zu der im ab' 
gewichenen Yadr alldier verftorbenen Eli- 
fabech Margaretha Kirchhoffen, gebohruen 
So 
Schumachern, {hren nachgelaffenen Erbaule 
dern anzugeben gefrauen , binnen einer 
doppelten Sächfifchen Frift, und zwar zum 
fängiten den 30 Jasuay, des bevorltehen- 
den 1753en Yahres , fub poena pre- 
clufi ut & perpetui filentii rvorgeladen 
werden. 
  
Zum Befchluf des 
&Zo unumfehränft, o GDft! dein Wefen 
zZ Die Yicve fich zum Schmuck erlefen, 
Die alles Heer der Welt erfüllt; 
Durch deren Wirken wir auf Erden 
Sind was wir find; durch die wir werden, 
Mag ung die Zukunft uoch verhüllt; 
So gieft fich auch der Ewigkeiten 
Unendlich ausgefirecktes Meer, 
Huf alle Punkte Arehuder Zeiten, 
lg wie auf Sonnenftäubchen , her, 
DohH aber unumfehränkte Güte, 
Momit dein Göffliches Semüthe 
Much bldde Sünder zu ich zieht! 
Die Zeiten fHiehn ; und wir mit iKnen: 
Doch deine Huld , die uns erfhienen, 
Bleibt über unz, wenn alles Nieht. 
MBWohlauf denn, Lübecks weiße Stühen! 
and du, gepriefne Bürgerfchaft! 
MNMühmt folch ein mächtiges Befchügen! 
NRühmt foicher Gnade SegensFrafe! 
num von des Zorn gefchärften Ruhfken 
Die Rücken andrer Bölfer bluten; 
Sieht Lübeck ungepeinigt zu! 
Bann vor Dlikonlen Ungewittern 
Die Sculen ganzer Reicht zittern; 
Krönt Lübeck Heil und ftoßze Ruh! 
enn Krieg und Mordluk brüllend Fnallen, 
Und Wut und Frechheit raßt und Aucht; 
Bleibt Lübeck ungeFräankt vun allen, 
Jind nüßet feines Weinfocks Frucht, 
17520 en Yahres, 
E8 fey mit Danken und mit Loben 
Der wundervolle GDNDZTT erhoben, 
Der feine Blick auf ung erhellt ! 
Doch auch mit feurigen Sebeten 
Bor feiner Mllınacht Thron zu frefen : 
Sey deiner Andacht wehrt, vo Welt! 
Das alte Jahr fürzt von den Stegen 
Der Zeiten in die Ewigkeit: 
Dem ucuen Yahre geht entgegen, 
Mit Weyhrauch, den die Andacht weyht! 
Euch, edle Väter unfres Staates ! 
Shr Glieder des crlauchten Rathea! 
Euch fen die Weisheit Schirm und Schild! 
Mit Dimmlifch anseflaımmtem Scheine, 
Krön euch, ihr Lehrer der Gemeine ! 
Die Kirbe, die die Welt erfüllt! 
Für euch, durch die die Hoffnung blühet, 
Der jungen Welt gefhmücktfter Theil, 
GSey, wenn ihr junge Pflanzen ziebet, 
Der Ehrfurcht weiß bekleidtes Heil. 
Daß fh, befreyt von Hindernijen, 
Berechtigfeit und Friede Fıffen, 
OD Höchfter! fey der Handlung Glück! 
Des Weltmeers zügellofe Wellen, 
Laß von dem Neichthum Lübecks fchwellen! 
Und idre Wut Halt du zurück. 
ch aber! wenn nun dein Befchüßen 
Uns Nadrung' und Gebeyn verlevht; 
Du weißt, was wir nicht ftets befißen : 
So gieb ung, Vater! Einigkeit! 
  
\DiefeUnzeigen werden wöchentlich alle Sonnabend bey Sohann Micol, Green ausgegeben. 
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